Matchberichte Zizerser Herren-Team Saison 2008/2009
 
 
Spiele:    
03. November 2008: Herren 4. Liga
Volley Zizers : VBC Walenstadt
Resultat 2:3
(25:13 / 22:25 / 25:16 / 20:25 / 13:15 )

Begonnen hat alles ganz toll. Zizers spielte sich im ersten Satz in einen Rauschzustand und legte einen Punktevorsprung aufs Parkett, der in etwa der Dimension entspricht, wie wenn ich gegen Phelps in einem Schwimmcontest antreten würde. Nur kam dann der nächste Satz. Und da spielte Zizers tatsächlich, als wären sie Phelps – und tauchten unter. Knapp zwar. Aber das interessiert im Endeffekt niemanden. Am wenigsten wahrscheinlich Phelps. Um beim Bild zu bleiben: Das Spiel glich einem Wellenbad. Einmal ist man oben auf dem Wellenkamm und einmal unten im Wellental. Und da unten schluckt man dann arg viel Wasser, wie jeder bestätigen kann, der sich wie ich an seine kläglichen Schwimm- und vor allem dann Fluchtversuche als Kind im Wellenbad des Säntisparks erinnern kann. Einen Satz spielten wir Boje, dann Koralle, um danach mit neuem Mumm gleich wieder bojenmässig oben auf zu schwimmen und dann nochmals ein bisschen korallengleich … na, ihr wisst schon. Hätten wir den selben Rhythmus beibehalten und im fünften Satz auch wieder Boje gespielt, wäre ja alles wunderbar toll gelaufen. Und es sah auch alles danach aus. Bis wir uns irgendwo beim Stand von 12:9 vertauchten. Und das bittere Wasser der Niederlage schlucken mussten. Wobei: So bitter war es ja auch gar nicht. Das Spiel war toll und wogte hin und her. Und hätten die Walenstädtler 2-3 Mal noch auf ihre Schreianfälle und Brülltiraden verzichtet, wäre die Stimmung vielleicht sogar noch ein bisschen heiterer geworden und sie hätten dann gar den einen oder anderen Punkt mehr erzielt. Aber jeder darf ja selber entscheiden, wie er seine Energie einteilen möchte. Ich habe mir beim letzten Match geschworen, zu lächeln und zu gewinnen. Das mit dem Lächeln krieg ich schon saumässig gut auf die Reihe und am Rest arbeite ich noch. Ich bin nicht sicher, ob Phelps beim Schwimmen auch lächeln kann … und schon gar nicht brüllen, wenn er sich wieder mal einen Meter Abstand rausgeschwommen hat.

Andreas „Boppi“ Boppart

Es spielten: Andreas Boppart, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Reto Gosatti, Martin Hofmann, Hugo Hafner, Stefan Lang, Martin Melliger

   
27. Oktober 2008
Volley Zizers : VBC Arosa
Resultat 3:0
(25:21 / 25:22 / 25:17 )

Um es gleich vorweg zu nehmen: der klare 3:0 Erfolg gegen Arosa sagt nichts aus über die Qualität des Spiels! Doch der Reihe nach.
Nach der etwas ärgerlichen und vermeidbaren Auswärts-Niederlage in Vaduz waren die Zizerser Herren bestrebt, den Heimvorteil gegen Arosa auszunützen und damit die Scharte vom verlorenen Spiel gegen Galina wieder auszuwetzen. Die Startphase im ersten Satz war sehr ausgeglichen und gekennzeichnet von vielen Eigenfehlern. Zum Glück für die Zizerser Herren lief es den Arosern auch nicht wunschgemäss und so plätscherte das Spiel auf relativ bescheidenem Niveau so vor sich hin. Leidenschaft? Feuer? Agressivität? Spielfreude? Fehlanzeige.... phasenweise wähnte man sich an einer Beerdigung, so still und stimmungslos war es auf dem Feld und auf den sehr dünn besetzen Zuschauerrängen. Das einzig positive aus Zizerser Sicht war, dass der Satz gewonnen wurde.
Im gleichen Stil ging es im zweiten Satz weiter. Das Niveau hüben wie drüben auf bedenklich tiefem Niveau, was die Stimmung auch nicht gerade "explodieren" liess. Gegen Schluss des Satzes kamen die Zizerser plötzlich noch etwas unter Druck, aber hielten diesem zum Glück stand und entschieden so auch den zweiten Umgang für sich.
Die beruhigende 2:0-Führung hätte nun bei den Zizersern eigentlich die psychische wie auch physische Handbremse lösen sollen. Aber weit gefehlt. Es wurde brav weitergewurstelt. Bei den Arosern war nun die Luft ganz draussen und die Zizerser Herren taten nicht mehr, als nötig war, um diesen Satz und somit das ganze Spiel sicher und gefahrlos für sich zu entscheiden. Selten hielt sich nach einem Sieg die Freude so in Grenzen wie diesmal.

Am nächsten Montag bietet sich den Zizerser Herren schon die nächste Gelegenheit zu zeigen, dass sie besser und vorallem leidenschaftlicher spielen können. Dies wird auch nötig sein, wenn sie gegen das starke Team aus Walenstadt bestehen wollen.

Es spielten: Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Artemio Keller, Stefan Lang, Stefan Lippuner, Martin Melliger

   
21. November 2008
VBC Galina 4 : Volley Zizers
Resultat 3:1
(25:21 / 25:16 / 15:25 / 25:23)

Gäbe es eine »Top 5«-Liste der emotional schiefsten Matches, dann wäre dieser mit Bestimmtheit darauf zu finden. Die Leistung der Schiedsrichterin klammern wir dabei einfach mal aus, da es ihre Prüfungspfeiferei war und da schleicht sich unweigerlich Nervosität ein … vielleicht muss ich aber anders ansetzen, um das ganze auf den Punkt zu bringen. Ich bin ja gelernter Sekundarlehrer. Wäre das Spiel ein Deutschaufsatz gewesen, um mich mal auf meinem fachlichen Terrain zu bewegen, dann hätte man vor lauter roter Korrekturfarbe den Sinn des Inhaltes gar nicht mehr mitgekriegt. Da ich jedoch eher mathematisch »begrundlagt« bin, könnte man als Vergleich auch einfach eine Matheprüfung hinzuziehen. Das Vier-Satz-Spiel entspräche zum Beispiel einer Dreisatz-Prüfung mit vier Aufgaben. Die dritte Aufgabe hat Zizers bravourös gelöst. Wobei, bei den anderen drei Aufgaben dann weder der Lösungsansatz, noch der Lösungsweg, noch die Lösung auch nur annähernd richtig waren. Geschweige denn der Name auf dem Prüfungsblatt …
Vielleicht schaff ich es mit einem dritten Ansatz zu verdeutlichen, was ich eigentlich sagen will: Ich bin ja grundsätzlich ein ehrlicher Kerl. Sehr ehrlich. Manch einer würde das schon als dumm oder naiv betiteln. Mir gefällt ehrlich irgendwie besser. Was mir an Zizers gefällt: wir haben allgemein eine sehr »dumme« Mannschaft. Also eine ehrliche eben. Wir haben wahrscheinlich einfach das, was man den Olympischen Geist nennt. Auch wenn unser Spiel vielleicht manchmal nicht wirklich wahnsinnig »geist«-reich anmuten mag. Deshalb ist für jeden Leser sehr einfach verständlich, dass wir nicht nur leicht irritiert sondern gar heftigst konsterniert waren, als ein Smash, der auf der Netzkante landete und von dort an den gegnerischen Block und von diesem unübersehbar um rund 72,3° abgelenkt wurde und im Aus landete, als Punkt für den Gegner gegeben wurde. Wie gesagt: die Leistung der Schiedsrichterin ist Tabuzone, da es ihr erstes Spiel war. Was unsere 12 Unterkiefer jedoch hörbar auf den Hallenboden donnern liess (wir waren neun Spieler und drei Zuschauer, für alle die bereits zu rechnen begonnen haben), war, dass der Gegner diese offensichtliche Berührung vehement abstritt. Und eine hier nicht zu nennende einflussreiche Person am gegnerischen Spielfeldrand uns noch mit »Kindergarten« titulierte. Da sich bereits vorher und auch danach noch einige ähnliche Situationen dazu gesellten, kamen wir ziemlich ins trudeln. Wir versuchten zu lächeln und zu gewinnen. Wobei wir nur das mit dem Lächeln knapp hingekriegt haben. Es ist gar nicht so einfach, ehrlich Eigenfehler zu- und damit auch Punkte abzugeben, wenn man weiss, dass es umgekehrt nicht so läuft. Und in dieser Situation plötzlich zu merken, dass ich auch den Wunsch hatte, unehrlich zu sein, war die grössere Niederlage, als das Spiel an sich. Wir haben verloren – und zwar mental. Volleyball ist Charakterfrage und gäbe es bei diesem Spiel einen Kaktus wie in einem berühmten Magazin, dann wäre der gestern verteilt worden. Zum Glück haben wir genügend Reife und lieferten uns im Mac Sargans individueller Psychohygiene aus. Spannend, wie da jeder seine eigene Taktik hatte. Während M. darüber sinniert, bei so einem Sport wie Volleyball fehl am Platz zu sein, mäkelt T. über die langsame Bedingung, versucht B. die Stimmung mit kläglichen humoristischen Einwürfen zu erwärmen, blendet der Optimist H. bereits zu den nächsten Spielen über und somit das Geschehen einfach aus und futtert A. drei Cheesburger im Akkord in sich hinein, um dann noch schluckend zu bemerken, dass er jetzt dann nach Hause gehen würde, um noch seinen »z’Nacht« einzunehmen … um meiner fanatisch-ehrlichen Linie treu zu bleiben: Jungs, ich liebe euch! Lasst uns lächeln und gewinnen!

Andreas „Boppi“ Boppart

Es spielten: Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Artemio Keller, Stefan Lippuner, Martin Melliger, Andy Tschirky

   
06.10.2008
Volley Zizers : March2
Resultat: 3:2
25:19 / 26:24 / 12:25 / 16:25 / 15:10

07.10.2008: Sieg für Herrenmannschaft!

Dem Zizerser 4. Liga Herrenteam gelang der Start in die neue Saison nach Mass. Mit einem knappen 3:2 Heimsieg gegen March kann der Saisonauftakt als gelungen bezeichnet werden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten steigerten sich die Zizerser Herren ab Mitte des ersten Satzes und erstickten die aufkeimenden Mächler Hoffnungen auf einen Satzgewinn noch rechtzeitig. Das 25:19 Satzresultat gab den Einheimischen viel Mumm und Selbstvertrauen für den zweiten Satz. Dort gelang es den Zizersern nahtlos an die Leistungen des ersten Umganges anzuknüpfen, was sich in einem komfortablen 18:12 Vorsprung manifestierte. Doch urplötzlich fielen die Zizerser Herren in ein Leistungstief, die Mächler kamen Punkt für Punkt näher und überholten schliesslich die Zizerser. Aus einer 18:12 Führung wurde ein 21:23 Handicap. Mit viel Kampfgeist und etwas Glück gelang es aber, die Mächler auf dem Zielstrich noch abzufangen und den Satz mit 26:24 ins Trockene zu bringen. Die Gegner aus March hatten jetzt aber definitiv Lunte gerochen und gaben ab dem dritten Satz mächtig Gas. Den Zizerser gelang nun fast gar nichts mehr....schlechte Abnahmen, schlechte Pässe, schlechte Angriffe... oder kurz gesagt: man überhäufte den Gegner geradezu mit zahlreichen unnötigen Eigenfehler-Geschenken. So erstaunte es nicht, dass der dritte Satz mit einem brutalen 12:25 eine Beute der Mächler wurde. Leider ging es im vierten Satz im gleichen Stil weiter. Eine wahre Fehlerorgie auf Zizerser Seite war ein einziges riesiges Geschenk an die Gäste, die diesen vierten Satz ebenso klar mit 25:16 für sich entscheiden konnten. So musste also bereits im ersten Saisonspiel wieder ein fünfter Satz über Himmel oder Hölle entscheiden. Jedem in der Halle war klar, dass nach diesem Spielverlauf der psychologische Vorteil zu 100% auf Seiten des Gegners lag. Die Zizerser wirkten in den Sätzen drei und vier ziemlich verunsichert, verloren zeitweise völlig die Übersicht und das Spielsystem glich einem Hühnerhaufen. Nicht ganz überraschend verlief auch der Start in den fünften Satz völlig zu Ungunsten der Einheimischen, eine schnelle 4:1 Führung der Mächler war die logische Folge. Nun schrillten auf Zizerser Seite aber definitiv alle Alarmglocken und langsam aber sicher begannen sie sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren... und sieh da, plötzlich lief es wieder wie geschmiert! Beim Stand vom 8:6 für die Zizerser wurden nochmals die Seiten gewechselt und in der Folge überliessen die Zizerser den Mächlern nur noch zwei mickrige Pünktchen und konnten somit einen verdienten 15:10 Satzerfolg und damit auch den ersten Meisterschaftssieg bejubeln. Nächstes Spiel: Dienstag, 21. Oktober in Vaduz gegen Galina.
Es spielten: Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Hugo Hafner, Artemio Keller, Stefan Lang, Martin Melliger, Andy Tschirky