Matchberichte Zizerser Herren-Team Saison 2007/2008
 
 
Spiele:    
20.02.2008 (Mondfinsternis):
Volley Zizers : March2
Resultat: 2:3
23:25 / 24:26 / 25:23 / 25:20 / 12:15

Es war die Nacht der grossen Mondfinsternis.
In früheren Zeiten fürchtete man eine solche Finsternis oft als Vorbote schlimmer Ereignisse. Aber schliesslich sind wir ja nicht abergläubisch, oder? Und bei einem Volleyball-Spiel gibt’s ja am Schluss so oder so einen Sieger. Nur wer? Wem bringt die Mondfinsternis Glück und wem Unheil? Im Wissen, dass nur ein 3:0 Sieg die letzten Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg am Leben erhalten würde, starteten die Zizerser dynamisch und topmotiviert in das Spiel. March erwies sich ja schon im Vorrundenspiel als zäher Gegner, und auch diesmal spielten sie sehr stark auf. Keinem Team gelang es, sich entscheidende Vorteile zu verschaffen und am Schluss und zur grossen Ernüchterung auf Zizerser Seite gewannen die Märchler diesen Umgang mit 25:23. Wie der Mond begannen sich auch die Mienen auf Zizerser Seite zu verfinstern. Aber gut, ein Satzverlust ist noch kein wirklich grosses Unheil, vielleicht patzern die direkten Gegner Untervaz und Walenstadt ja auch noch in den übrigen Spielen, vielleicht kommt es vor oder während deren Spielen ja ganz plötzlich zu einer spontanen Mondfinsternis?

Von diesen Gedanken beflügelt und mit dem Vorsatz, es besser zu machen als im ersten Satz, nahmen die Zizerser Mannen den zweiten Abschnitt in Angriff. Und es wurde besser. Gegen Ende des Satzes lag man komfortabel im Vorsprung. Eine Serie schlechter Zizerser Abnahmen liess die Ausserschwyzer aber wieder auf Tuchfühlung herankommen und dieser Umstand schien die Einheimischen irgendwie zu hemmen, ja geradezu zu blockieren. Die Märchler glichen aus und wenige Ballwechsel später bejubelten sie beim Spielstand von 26:24 den zweiten Satzgewinn. Die Gesichter auf Zizerser Seite wurden noch finsterer...diese elende, unheilbringende Mondfinsternis schien uns tatsächlich ins Verderben zu stürzen!

Nach dieser 2:0 Satzführung war auf der gegnerischen Seite eine gewisse Überheblichkeit nicht zu übersehen, dies war die Chance für die Zizerser, die nun absolut nix mehr zu verlieren hatten. Top oder Flop lautete die Devise. Die Aufholjagd begann. Die Gegner nahmen das Zizerser Aufbäumen nicht wirklich ernst, sondern konzentrierten sich hauptsächlich aufs Kritisieren des Schiris und seiner Entscheide, die meist zu ihren Ungunsten ausfielen. Kaltblütig nützten die Zizerser Herren die Situation aus und konnten diesen Satz, wenn auch nur extrem knapp mit 25:23, für sich entscheiden. Wenigstens konnte das ganz grosse Debakel vermieden werden. Die Zizerser Mienen liess es aber dadurch auch noch nicht wesentlich weniger finster aussehen.

Der vierte Satz war eine Kopie des dritten Umganges...nur das die Märchler jetzt das Meckern und Reklamieren beim Schiri wirklich auf die Spitze trieben und dadurch ihre Konzentration aufs Spiel total verloren ging. Uns konnte das ja nur recht sein. Ohne wirklich grosse Probleme sicherten die Zizerser sich diesen vierten Satz mit 25:20. Und die Mienen wirkten nun insgesamt doch deutlich weniger finster, ja ab und zu huschte da und dort sogar ein Lächeln übers Gesicht und eine grosse Zuversicht war spürbar.

So kam’s also zum grossen Showdown im fünften Satz. Der verlief typisch zizerisch, will heissen: kaum angefangen lag man schon mit 4 Punkten zurück. Verflixt. Wieder schien sich der Mond auf des Gegners Seite zu schlagen...aber nicht mit uns! Von neuem begann die grosse Aufholjagd und schliesslich stand es dann irgendwann 12:12, ja sogar 13:12 aus Zizerser Sicht. Hugo wollte gerade einen weiteren ungemütlichen Service zum Gegner rüber donnern, da sagte die leise Stimme der Schreiberin aus dem Hintergrund: Aufstellungsfehler Zizers! Verwirrung! Konsternation! Tatsächlich..wir standen falsch und dies schon seit zwei Punkten! Logisch wurden uns diese letzten zwei Punkte aberkannt, der Gegner bekam das Aufschlagsrecht und die Zizerser mussten erst mal wieder die richtigen Positionen einnehmen... statt dass es 14:12 für Zizers hätte lauten können, hiess es nun also 13:11 für March. Zwei schlechte Service-Abnahmen besiegelten dann endgültig unser Schicksal. Blöde Mondfinsternis!

Übrigens: die nächste totale Mondfinsternis findet am 21. Dezember 2010 statt, wobei der Mond bei Beginn der Verfinsterung bereits am untergehen sein wird. Bis zur nächsten komplett sichtbaren totalen Mondfinsternis müssen wir uns bis am 28. September 2015 gedulden. Wir werden dafür sorgen, dass wir vor, an und nach diesen Tagen keine Meisterschaftsspiele haben werden.

Turnhalle Mastrils
Zuschauer: 6
Es spielten: Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lang, Stefan Lippuner, Martin Melliger

 

18.02.2008
Volley Zizers : Chur3
Resultat 3:0
25:15 / 25:16 / 25:20



Alles oder nichts: so lautet das Motto für die verbleibenden zwei Meisterschaftsspiele. Und getreu diesem Motto spielten die Zizerser Herren gegen die jungen Churer, die bereits in der Vorrunde 3:0 bezwungen werden konnten. Waren die Sätze im Vorrundenspiel noch sehr eng, wurden die Zizerser ihrer Favoritenrolle diesmal mehr als gerecht und liessen nie einen Zweifel darüber aufkommen, wie das Spiel anders als 3:0 hätte ausgehen können.

Nun kommt es am kommenden Mittwoch, 20. Februar, um 20.30 Uhr in Mastrils zum grossen Showdown gegen March. March wurde in der Vorrunde auswärts knapp mit 3:2 besiegt. Im Fernduell gegen Untervaz und Walenstadt nützt den Zizersern allerdings nur ein 3:0 Heimsieg wirklich etwas. Halten Sie diesem Druck stand?

Turnhalle Lärchensaal, Zizers
Zuschauer: 7
Es spielten: Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lang, Martin Melliger, Niggi Peng, Andy Tschirky, Ivan Willi

 
07.02.2008:
Volley Pizol3 : Volley Zizers
Resultat 1:3

Nach der schmerzlichen Niederlage gegen Untervaz war Wiedergutmachung angesagt. Insbesonders, wenn man die minimalen Chancen auf den Meisterschaftssieg und dem damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga am Leben erhalten wollte. Durch die Absenz der Mittelangreifer Ivan und Boppi waren wir gezwungen, Passeur Hugo, der früher jahrelang, nein jahrzehntelang, wenn nicht sogar jahrhundertelang, als Mittelangreifer agierte, für diese Position zu reaktivieren.

Der erste Satz begann ansprechend, schliesslich war ja Marcel vorn am Netz und wirbelt dort in bekannter Manier. Doch leider gibt es im Volleyball den Rotationszwang und irgenwann kam dann auch Hugo vorne in die Angriffsreihe. Dazu gibt's nur eines zu bemerken: zum Glück gab's noch die Aussangreifer!
Aber irgendwie fanden wir alle nicht so recht ins Spiel, die enge Halle bereitete Mühe, vor allem bei den Services. Entweder gingen sie ins Netz oder landeten im Out.
Mit schlechten Annahmen, schlechten Pässen und schlechten Angriffen machten wir uns das Leben selber schwer....logischerweise ging der erste Satz verloren.

Im zweiten Satz folgte dann eine deutliche Steigerung. Alle spielten nun konzentrierter, druckvoller und mit deutlich weniger Eigenfehlern. Sogar die Aufschläge bekamen wir mit der Zeit in den Griff. Zur allgemeinen Erleichterung konnten wir diesen zweiten Satz gewinnen, obwohl unser Spiel noch alles andere als überzeugend war.

In den Sätzen drei und vier verzeichneten wir nochmals eine Leistungssteigerung und mussten eigentlich nie mehr um einen weiteren Satzverlust bangen. Sogar Hugo gelang nun hie und da ein erfolgreicher Angriff oder Block! Aber das ist nur eine Randnotiz. Wichtig ist nur, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und das, zwar kleine, Flämmlein der Hoffnung immer noch nicht erloschen ist!!

Turnhalle Feldacker, Mels
Zuschauer: 3
Es spielten: Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lang, Martin Melliger, Niggi Peng

 

30.01.2008:
Volley Zizers : Volley Untervaz
Resultat 2:3
25:22 / 25:17 / 16:25 / 13:25 / 13:15

Dieser Bericht ist anders als die bisherigen, weniger lustig, weniger unterhaltsam, weniger amüsant. Unser talentierter Matchbericht-Schreiberling "Boppi" weilt nämlich zur Zeit im fernen London um seine Sprachkenntnisse aufzupolieren. Damit fehlt er uns natürlich nicht nur als exklusiver Hofberichterstatter sondern eigentlich fast noch mehr als druckvoller Mittelangreifer...wie wir schmerzlich beim Match gegen Untervaz erfahren mussten. Dass "Boppi" unsere Matchberichte dafür in Zukunft auch in englischer Sprache schreibt und sie auf der Frontseite der "New York Times" erscheinen werden, ist irgendwie ein schwacher Trost.

Das Spiel gegen Untervaz begann gut. Der erste Satz war zwar ein stetes Auf und Ab, Hin und Her, Vor und Zurück, aber am Schluss setzten wir uns doch noch durch. Das gab Selbstvertrauen für uns und Frust auf Seiten der Untervazer. Nicht ganz der Zizerser Tradition entsprechend aber dafür getreu dem Motto "never change a winning team" wurde auf Zizerser Seite der zweite Satz mit der gleichen Formation wie der erfolgreiche erste Satz in Angriff genommen. Diese Taktik schien sich zu bewähren, denn nur waren die Zizerser so richtig schön eingespielt, während die Untervazer sich hauptsächlich aufs Lamentieren und Reklamieren bei der Schiedsrichterin als aufs Spiel fixierten. So erstaunte es nicht, dass die Einheimischen recht schnell in Führung gingen und diese konstant ausbauten. Wenn gegen Ende des Satzes die Konzentration auf Zizerser Seite nicht extrem stark nachgelassen hätte, wäre der Punktestand der Untervazer wohl im einstelligen Bereich geblieben.

Nach dieser doch "relativ" locker herausgespielten 2:0-Führung war es klar, dass in Satz drei jene Spieler, die bisher auf der Ersatzbank sassen, zum Einsatz kommen mussten. Ob es dieser Wechsel war oder der frappante Leistungsabbau der bisherigen Spieler, oder eine Kombination beider Tatsachen...auf jeden Fall passte plötzlich nichts mehr zusammen. Erschwerend kam hinzu, dass Untervaz sich mächtig gegen die drohende 0:3 Niederlage aufbäumte und nun plötzlich besser spielte. So ging dieser dritte Satz aus Zizerser Sicht ganz klar verloren.

Der vierte Satz sollte die Zizerser wieder auf den alten Erfolgsweg bringen, spielten nun doch wieder jene sechs, die die ersten beide Sätze so überzeugt hatten. Doch irgendwie war nun einfach der Wurm drin...im Zizerser Spiel...out of control...rien ne va plus! Kurz und bündig: der vierte Satz war eine Klatsche, eine Ohrfeige...eine Katastrophe.

Einmal mehr musste also der fünfte Satz über "to be or not to be" entscheiden. Unnötig zu sagen, dass nach einem solchen Spielverlauf sämtliche psychologischen Vorteile bei den Untervazern lagen. Erstaunlicherweise verlief der fünfte Satz aber recht lange sehr ausgeglichen...bis schliesslich gegen Satzende auf Zizerser Seite die Eigenfehler-Quote rapide anstieg und es so kam, wie es kommen musste: Der Sieg für Untervaz.

Turnhalle Lärchensaal, Zizers
Zuschauer: 8
Es spielten: Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lang, Stefan Lippuner, Martin Melliger, Niggi Peng, Andy Tschirky, Ivan Willi

 
18.01.2008:
Pizol 2 : Volley Zizers
Resultat: 1:3
22:25 / 10:25 / 25:21 / 11:25

Drei Sätze liefen, wie ein Messer durch die Butter gleitet – eine Butter, die man zuvor noch eine Dreiviertelstunde mikrowelliert und anschliessend für 2,5 Stunden zur Bräunung in die pralle Mittagssonne, eines wunderschönen Sommertages gelegt hat. Leider waren nicht alle diese drei Sätze zu unseren Gunsten. Aber schön der Reihe nach: Nach einem wilden Fight im ersten Satz, bei dem wir Fortuna überlisten und auf unsere Seite ziehen konnten, kam der erste Buttersatz. Für uns. Natürlich gab das tollen Aufwind … und wir hoben auch ab. Nur nützt abheben alleine nichts, wenn dafür der Ball am Boden bleibt. Und das tat er. Vorwiegend auf unserer Seite. Verzweifelt ringend erlebten wir Buttersatz Nr. 2 – nur leider diesmal für Pizol II. Das brachte uns wieder zurück auf den Teppich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die ganzen Wände dieser ziemlich winzigen Halle waren nämlich mit Teppich, gleich alten kratzigen Militär-Decken, zugekleistert. Als würde man sich in CIA-abhörsicheren Räumlichkeiten – oder einem Tonstudio aus den 60ern – befinden und kein Smash-Geräusch vermag nach aussen zu dringen. Wahrscheinlich dämpften diese Dämpfer-Wände auch ein wenig unser Spiel im dritten Satz. Die Halle war wie bereits erwähnt ziemlich tief, klaustrophobisch tief um genau zu sein und als Gallier hätte man da drin Paranoia gekriegt, dass einem die Decke auf den Kopf fällt – oder man beim Smashen mit der Hand im einem der Ringe hängen bleibt.
Hugo lädierte sich beim unfreiwilligen Zusammentreffen mit einem befreundeten Exemplar aus derselben Passeur-Spezie bereits zu Beginn den Daumen – wobei seine Hand mit den schiefgerückten Knochen anscheinend optimales Anschlags-Potenzial aufwies. So donnerte er mit zusammengebissenen Zähnen einfach ein paar saubere Geschosse übers Netz – was uns überhaupt so richtig buttern liess. Ausser der vernachlässigbaren Nicht-für-uns-Butterei waren unsere Leistungen so ziemlich passabel und müsste die Gegner erzittern lassen, oder erbleichen, vielleicht auch nur ein wenig staunen … oder zumindest bestätigend nicken … ähm … möglich wäre auch ein … ach was solls: Sieg und Punkt.

Andreas „Boppi“ Boppart

Turnhalle Primarschule Heiligkreuz
Zuschauer: 3 (Dank an Jeanette und Edith!!!)
Es spielten: Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Niggi Peng, Stefan Lang

 
16.01.2008: Bündner-Cup
Volley Zizers : VBC Chur 2 (3. Liga)
Resultat: 0:3
20:25 / 22:25 / 23:25

Von Beginn an lief alles nach Plan. Ich hatte meine Turnschuhe dabei, das Trikot und selbst meine Frau. Was konnte da noch schiefgehen. Sogar an Nebensächlichkeiten wie Sporthose und Socken hatte ich gedacht. Beim Einsmashen sah es sehr vielversprechend aus und ich war froh, auf unserer Seite zu stehen. Der erste Ballkontakt von Stefan Lippuner im ersten Satz – der erste Angriff überhaupt – entlockte mir ungewollt ein selbstgefälliges Grinsen, da der Ball – dem Messer einer Guillotine gleich – fast senkrecht in Richtung Boden sauste. Als ich mein unpassendes Grinsen bemerkte, brauchte ich es mittels eines dezent vorgetäuschten Hustenreizes im Hals und unter krächzenden Geräuschen wieder zum Verschwinden. Vor allem war absolut beglückend zu sehen, dass unser neues System zu funktionieren schien. Dazu muss gesagt werden, dass wir neuerdings den Passeur aus der hinteren Reihe in die vordere zwängen – als ob da nicht schon genügend Typen rumstehen würden – um dann wie irre ständig unsere Plätze zu wechseln. Vielmehr hab ich vom System noch nicht verstanden. Aber es scheint effektiv zu sein. Wir haben also drei Sätze lang rotiert und penetriert, bis mir fast schwindlig war. Endgültig schlecht wurde mir dann aber, als ich zufällig mal einen Blick auf das Spielresultat warf. Um ehrlich zu sein: Speiübel! Zum Kotzen. Vor lauter Penetrieren hatten wir doch tatsächlich vergessen, zwischendurch auch mal noch mitzuspielen. Und die Churer witterten ihre Chance und nutzten die Gelegenheit kaltblütig aus, um uns in drei Sätzen weg zu pusten. Wir hätten es in der Hand gehabt … es hätte ebenso 3:0 zu unseren Gunsten ausgehen können. Mit dem neuen System kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Aber wie schon einmal anderweitig bemerkt: Wir sind Männer. Und die können normalerweise nur immer eine Sache auf einmal. Die einzige Herausforderung für uns wird es jetzt sein, dieses Rotierspielchen parallel zum Volleyballspielen zu machen. Dann sind wir unschlagbar. Wobei: eigentlich sind das ja zwei völlig verschiedene Sportarten … Rotieren und Volleyballspielen, mein ich. Man spielt ja auch nicht „Eile mit Weile“ und „Monopoly“ gleichzeitig!? Ich überleg mir, ob ich nicht für Rotierfreudige, den Rotier-Club Zizers gründen sollte. Aber das ist noch nicht spruchreif.

Andreas „Boppi“ Boppart

Turnhalle Mastrils
Zuschauer: 3
Es spielten: Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Martin Melliger, Stefan Lang, Stefan Lippuner

 

04.01.2008:
VBC Walenstadt : Volley Zizers
Resultat: 3:1
24:26 / 25:15 / 26:24 / 25:23

Es gibt Dinge, über die spricht man nur ungern. Die Top-Drei auf der ungeschriebenen Liste der „Ich-sprech-nicht-darüber-also-frag-mich-auch-nicht-danach"-Wertung wären hierzulande wohl Geld, Sex und Misserfolge bei Volleyballmatches. Wobei Letztgenanntes wohl noch vor den beiden anderen zu platzieren wäre. Irgendwie hatte es einfach nicht sollen sein. Vollgepumpt mit Mamas Weihnachtsessen und Weihnachtskeks-Mengen, die in Kilogramm-Gefilden anzusiedeln sind, glich das Spiel eher einem Weight-Watchers-Treffen, denn einem rasanten Sportereignis. Es scheint, als seien die Kekse und die Gerichte über die Festtage bei den Zizersern deutlich besser gewesen als bei den Walenstädtlern. Anders lässt es sich nicht erklären, dass wir beim Abheben sichtlich mehr Mühe bekundeten und … ach was solls: Wir haben verloren und da kann man eigentlich gar nicht viel darüber schreiben. Man redet ja eigentlich nicht darüber. Vielleicht war ja sogar ein bisschen Absicht dahinter? Und wir haben einfach in ungebremster Feststimmung den Geschenke-Reigen von Weihnachten ein bisschen weitergeführt? Genau! Das muss es sein. Also liebe Liga-Gegner: Zieht ja keine voreiligen Schlüsse, denn wehe euch, wenn unsere Keksüberdosis erstmal verdaut ist …

Andreas Boppart

Turnhalle Exi, Walenstadt
Zuschauer: ca 4
Es spielten: Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Melliger, Stefan Lang, Stefan Lippuner, Niggi Peng, Ivan Willi

 
06.12.2007:
Chur3 : Volley Zizers
Resultat: 0:3
( 24:26 / 23:25 / 19:25 )

Tabellentechnisch gesehen erinnerte das Spiel stark an die Begebenheit von David und Goliath. Falls das einigen noch ein Begriff sein sollte. Nein, diese Story ist nicht von den Gebrüdern Grimm. Na egal. Tatsache war, dass da vielmehr David gegen David gespielt hat. Und das klare Resultat täuscht über die knappen Satzentscheide hinweg. Die Churer Jungspunde mit ihrer konstanten Dreier-Angriffskette hatten wir zwar bald einmal durchschaut – doch nur Gucken reicht halt wirklich nicht, um auch zu Punkten.
Irgendwie lief der ganze Match über einfach genau gar nix. Dafür davor. Nämlich unsere Beine bis zum Umfallen. Wahrscheinlich war das auch mit ein Grund, dass dem Spiel die Energie gefehlt hat. Es war ein geographisches Problem. Wer hätte gedacht, dass man eine Turnhalle so weit weg vom Parkplatz bauen kann? Das wär ja, wie wenn ich bei meiner Wohnung das Schlafzimmer in Zizers und die Toilette in Landquart hätte. Da überlegt man sich dreimal, ob man vielleicht nicht lieber in der Küche in Igis ins Spülbecken … na egal. Hatte ich doch extra noch auf eine Winterbemantelung verzichtet, da ich dachte: «Vom Parkplatz bis zur Turnhalle und wieder zurück – was brauch ich da eine Jacke!» Weit gefehlt. Ich lief beim Parkplatz ab und lief und lief … an Turnhallen vorbei, die jedoch nicht auserkoren waren, diesen sechsten Zizer‘schen Sieg mitzuerleben. Ein riesiges Gelände. Irgendwann kam sie dann. Wahrscheinlich steht die gar nicht mehr auf Churer Boden … sondern gehört bereits zu Lenzerheide … oder Tiefencastel. Ich war mir für kurze Zeit nicht mal mehr ganz so sicher, wirklich auch noch in der Schweiz zu sein. Klar, dass wir von dem ausgiebigen Marsch völlig ausgepumpt waren. Und so lässt sich auch erklären, dass das ganze Spiel über nicht mehr viel lief. Unsere Beine streikten wohl.
Nebenbei bemerkt: Hast du schon mal versucht, mit angezogener Handbremse von Chur nach Bern zu fahren? Und wieder zurück!? Naja. Etwa so fühlte es sich an. Zum Glück war da noch Jörg. Bei zweimaligem dicken Rückstand – einmal waren es doch tatsächlich satte zehn Punkte (wahrscheinlich war auch der Punktezähler nicht ganz bei der Sache … oder noch völlig benebelt, weil er sich für einen vorgängigen Samichlaus-Einsatz deftig Mut angetrunken hatte, wer weiss!) – war Jörg unsere Rettung. Bei seinen sogenannten NASA-Anspielen war ich jedesmal froh, mich auf seiner Seite zu wissen, wenn der Ball eiförmig und wie eine Rakete über meinen Kopf hinweg donnerte und einen Gegner auf der anderen Seite wegfegte. Irgendwie hatte das schon fast was von Bowling. 

Andreas Boppart

Turnhalle Sand 1, Chur
Zuschauer: ca. 8 (Danke Mädels....)
Es spielten: Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lang, Stefan Lippuner, Niggi Peng, Andy Tschirky

 
23.11.2007:
Volley Zizers : Pizol 3
Resultat: 3:1
(25:23 / 22:25 / 25:13 / 25:18)

Ich versuche hier verzweifelt, ein paar fehlerfreie Zeilen hinzuschreiben, denn der Versuch kommt einem Blindflug gleich. Während dem gestrigen Match hatte meine Nase in einem Anflug von Grössenwahnsinn die Überzeugung, einer Försterhand die Stirn bieten zu können. Nun – der «Wahnsinn» hat sie unterdessen verlassen. Die «Grösse» jedoch ist nicht nur geblieben, sondern hat frappant zugenommen. Und mit meinen zwei Glubschern versuche ich jetzt abwechslungsweise an der Knolle vorbeizuzielen, um ein paar Buchstaben zu erhaschen. Naja … ganz so schlimm ist es vielleicht nicht. Aber ich bin schliesslich ein Mann und wenn die mal Schmerzen haben …
Aber zurück zum Match. Gewonnen! Einfach um es gleich vorwegzunehmen. Es war ein sogenannter «4-Phasen-Schrauben-Match», um mich dem Handwerksjargon zu bedienen. Für alle, die da weniger bewandert sind, möchte ich das noch ein wenig erläutern: Jede Phase ist äquivalent zu einem Satz!
1. Phase: Man setzt die Schraube an und dreht sie in die Wand. Klar, dass da noch ein paar Widerstände herrschen. Auch rutscht man ein paarmal noch ab, aber schliesslich klappt es.
2. Phase: Irgendwie scheint die Schraube sich festgefahren zu haben und bewegt sich kein Stück. Wenn also zehn Männer eine Schraube reindrehen, einer sagt «es geht nicht», dann kann man mit Bestimmtheit davon ausgehen, dass die anderen das nicht glauben, sondern am Ende der handwerklichen Meisterleistung jeder seine rohe Gewalt auch noch an der Schraube ausgelassen hat – um dann gemeinsam festzustellen: «es geht nicht!» Auch bei uns wollte jeder ran!
3. Phase: «Es geht doch!» Etwa so ähnlich muss sich Kopernikus gefühlt haben, nachdem er die Entdeckung gemacht hatte und über die Erde sagte: «Und sie dreht sich doch!» Die Schraube ging tatsächlich rein. Und wie sie ging! Widerstandslos. Irgendwie waren wir auf einen Hohlraum gestossen. Und nicht etwa, weil jetzt ein Mann speziell am Drücker war, sondern eher, weil bei den Drehversuchen von allen sich die Materie ein wenig gelockert haben musste.
4. Phase: Wie so oft beim Schrauben kommt am Schluss nochmals das grosse Würgen. Obwohl es eigentlich keinen Zweifel gibt, dass das Ding dann hält. Und so war es auch.
Die grosse Überraschung war, dass wir nach langer Zeit endlich mal wieder nicht über fünf Sätze gespielt hatten. Irgendwie ging uns das ganze Getue um die Fünf ziemlich auf den Keks. Überall und immer hiess es fünf. Fünf Sätze, fünf Finger, fünf Zehen, fünf Sinne, fünf Fehler bei der Schreiberprüfung, das fünfte Rad am Wagen, fünf Spieler mit normalgrossen Nasen auf dem Feld, fünf, fünf, fünf … fünf ist nicht nur eine fermatische Primzahl sondern gleichzeitig auch noch die kleinste Primzahl, Pyramidenzahl und zentrierte Quadratzahl. Sie scheint irgendwie von einem ähnlichen Grössenwahnsinn besessen, wie meine Nase. Ein Grund mehr, diese fünf endlich durch die vier zu ersetzen!

Andreas Boppart

Turnhalle Lärchensaal, Zizers
Zuschauer: 8
Schreiberin: Aurelia Schmidlin
Es spielten: Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lippuner, Niggi Peng, Andy Tschirky, Iwan Willi

 

12.11.2007:
Untervaz2 : Volley Zizers
Resultat: 2:3
(22:25 / 25:22 / 17:25 / 26:24 / 5:15)


Das Spiel wird nicht in die Geschichte eingehen – vielmehr ist es eine Fortsetzung derer. Wir schreiben das Jahre 1539. Anno dazumal klagt Untervaz mit anderen Dörfern gemeinsam gegen Zizers und verlangt, bei der Wahl des Landammanns ein Wörtchen mitreden zu dürfen. Und löst damit einen Zwist aus, der seinesgleichen weit sucht. Tatsächlich kommen sie damit durch und ein Vierteljahrtausend wird dann hin und her gestritten, ob wirklich nur ein Zizerser Landammann sein kann. Noch 1717 erwirkt die unbeugsame Gemeinde Zizers, dass das Churer Urteil nie anerkannt worden sei.
Wenn also Zizers auf Untervaz trifft, dann ist das mehr als nur ein Spiel von zwei bisher ungeschlagenen Mannschaften. Es ist viel mehr. Es ist Geschichte. Es sind Wurzeln. Es ist Herzblut! Da schwingen historische Klänge unserer Urahnen mit, der Schrei nach Vergeltung: Vendetta!
Wie erwartet räumten die Untervazer Krieger bei unserem Anblick nicht kampflos das Feld. Überraschend war dann auch nicht ihr erbitterter Widerstand. Wir einigten uns als Duellierwaffe auf ein rundes Kunstleder-Teil, da uns diese ganze Morgenstern- und Helebarderei schon langsam zu den Ohren raushing. Und dann wurde losgelegt! Das ganze verkam zu einem sogenannten «Schaukel-Spiel». Immer wenn du auf diesem Wippteil zuoberst angekommen bist, geht’s auch gleich wieder in die andere Richtung runter. Es war ein Fight mit Höhen und Tiefen, Einbrüchen und Ausbrüchen … und nervlichen Beinahe-Zusammenbrüchen. Bis schliesslich, nach einer unendlich langen Zeitspanne – es schien, als wären Stunden, Tage ja gar Wochen vergangen – vor einer Vielzahl an unbeteiligten jedoch keineswegs unparteiischen Schaulustigen, auch endlich der Widerstand von Untervaz gebrochen war!  Wie immer ging die ganze Geschichte über fünf Sätze. Und wie immer obsiegte am Schluss das unbeugsame Zizerser Völklein. Ganz egal wo und gegen wen: Das Resultat ist immer dasselbe. Muss irgendwie frustrierend sein für die Gegner.

Andreas Boppart

MZH Untervaz, Zuschauer: ca 20
Es spielten:
Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Martin Melliger, Niggi Peng, Ivan Willi;

 
10.11.2007:
March2 : Volley Zizers
Resultat: 2:3
(15:25 / 25:21 / 25:20 / 13:25 / 14:16)


Die Romantik des Schneefalls bei der Anfahrt liess nichts von der anbahnenden dramatischen Begegnung erahnen. Dank hugo’schem GPS fanden wir durch das einheitliche Weiss problemlos zum Schauplatz der Arena in Lachen – wo uns das Lachen sehr schnell vergehen sollte. Zumindest vorübergehend. Durch das lange Sitzen muss sich wohl bei Ivan, einem unserer Mitteltower, das Zielfernrohr leicht verschoben haben. Vielleicht haben die Lachener aber auch irgendwas an der Spielfeldlinie manipuliert, anders lässt sich nicht erklären, dass Ivan seine ersten zehn Angriffe neben das Spielfeld setzte. Nichtsdestotrotz waren wir nach dem ersten Satz noch die Lachenden. Vielleicht war dieses energieraubende Lachen auch der Grund eines knapp darauf folgenden Energietiefs, welches also gar nicht zum Lachen war. Nichts mit lockerem Spaziergang zum Sieg. Draussen viel der Schnee vom Himmel und drinnen die Herzen in die Hosen. Irgendwie ging eigentlich so ziemlich alles dorthin. Also in die Hosen. Dem Wetter entsprechend «eiskalt» konterte der Gegner und kaperte damit den zweiten Satz. Über den dritten Hüllen wir uns in «eisiges» Schweigen. Nur soviel: Irgendwie schien der ein Klon des zweiten zu sein. Wahrscheinlich brauchen wir einfach immer wieder diesen Tritt in den Hintern – anders ist es nicht zu erklären, dass wir den vierten Satz wieder mit 25:13 für uns entschieden. Im Vergleich zum Rest fast schon lacherlich … pardon: lächerlich! Über den Schlusssatz lassen wir besser auch Gras wachsen – oder Schnee fallen, wie auch immer. Nach katastrophalem Start, schon fast spielentscheidendem Rückstand und zwei abgewehrten Matchbällen zogen wir einen Schlussstrich. Und waren die Lachenden. Für ganz kurz zumindest. Auf der Heimfahrt ohne GPS haben wir uns tatsächlich verfahren … die scheinen nicht nur die Spielfeldmarkierungen sondern gleich auch noch ihr ganzes Strassennetz manipuliert zu haben …

Andreas Boppart

TH Seefeld, Lachen, Zuschauer: ca. 7
Es spielten:
Jürg Conrad, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lang, Martin Melliger, Ivan Willi

 

31.10.2007:
Volley Zizers : Pizol 2
Resultat: 3:2
(25:23/13:25/27:29/25:20/15:12)


Ich hatte mir einen der besten Plätze ergattert, das Spiel zu beobachten: Mitten im eigenen Spielfeld. Also verfolgte ich. Und wie ich beobachtete. Tatsächlich war es so, dass ich vier Sätze lang ausser verfolgen eigentlich gar nichts mehr anderes tat. Vielleicht liegt das daran, dass wir Männer bekanntlicherweise nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun können? Unglaublich faszinierend, wie Pizol immer und immer wieder die Angriffe sauber aufbaute und die Bälle in unsere Platzhälfte drosch. Und ich war life dabei. Mittendrin. Und beobachtete. Gleichzeitig verbrauchte ich meine ganze Energie mit repetieren meines gesamten Volleyball-Wissens, ähnlich einem Tanzschüler im Anfängerkurs. Und ziemlich genauso tapsig benahm ich mich dann auch.
Kennst du das Gefühl, so ziemlich neben den Schuhen zu stehen? Ich stand einen ganzen Match lang nicht nur neben den Schuhen, sondern gleich auch noch neben den Socken. Und nicht etwa, weil unser Spiel so beeindruckend gewesen wäre, dass es mich aus den Socken gehauen hätte. Meine Gehirnkapazität war vielmehr durch das Beobachten bereits so beansprucht, dass … naja, halt wie wenn mein alter Laptop sich mal wieder in einer Leerlaufschleife verfangen hat. Rien ne va plus! Während ich also emotionslos in der hinteren Reihe stand und wie wild beobachtete, spielte Marcel, mein Pendant in der Angriffskette, vorweihnachtliche Christbaumkugel. Wie eine dieser schmucken runden Dinger schien er permanent in der Luft zu hängen. Gleichzeitig versuchte er alles, was auch nur annähernd einem Ball glich mit beiden Händen übers Netz zu befördern, was ihm den nicht offiziellen Übernamen «die Schaufel» einbrachte. Naja … zumindest ich hab ihm so gesagt. Also eigentlich nur jetzt. Die Löcher bei der kompakt stehenden Pizoler-Truppe zu finden, gestaltete sich ebenso schwierig, wie ein Parkplatz vor der Turnhalle. Aufgrund eines parallel laufenden Kerzenziehens war da schon alles voll. Nebenbei bemerkt: Kerzen passen gar nicht mal so schlecht zu Christbaumkugeln! Irgendwann mitten in einem der mittleren Sätze gingen dann auch noch die Lichter aus. Im Saal. Mein Spiel war ja sowieso nie ein wirklicher Lichtblick. Frag mich nicht, wie wir das scheinbar unvermeidliche Endresultat über fünf Sätze heraus zögern konnten. Und auch nicht, wieso wir den letzten Satz doch tatsächlich noch gewonnen haben. Frag mich nicht, woher Martin M. seine ungebrochene Motivation nahm, das Spiel zu gewinnen (ich tippe auf Betablocker?!) und wie es «die Schaufel» alias «die Christbaumkugel» schafft, so lange in der Luft zu bleiben!?! Frag mich auch nicht, wann das nächste Kerzenziehen stattfindet und ob nicht vielleicht tanzen eher ein Sport für mich wäre … frag mich nicht, wieso Hugo mich an diese Match-Berichte ranlässt … wahrscheinlich ist das seine Methode mich langsam vom Platz zu kriegen. Aber beim nächsten Mal spiel ich alles in Grund und Boden! Vielleicht.

Andreas "Boppi" Boppart

TH Mastrils, Zuschauer: 2, Schreiberin: Ursina Vogt
Es spielten: Andreas Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Stefan Lippuner, Martin Melliger, Niggi Peng

 
 
 

22.10.2007:
Volley Zizers : Walenstadt
Resultat 3:1

(23:25 / 25:19 / 25:16 / 25:16)


Klar war: Das Spiel gegen das starke Team aus Walenstadt würde uns aufzeigen, wo wir uns kräftemässig in etwa bewegen. Da standen wir nun auf dem Feld. 12 nervöszittrige Beine, wobei das klappern im ohrenbetäubenden Motivationsapplaus der doch vereinzelt anwesenden Zuschauer dankbar unterging. Stellungsspiel war bis anhin nicht wirklich unsere Stärke. Und immer noch klebten Position 1 und 5 tendenziell zu fest an der Seitenlinie, als ob sie dort mit dem Schuhbändel irgendwie eingehängt hätten. Erstaunlicherweise ging Zizers schnell in Führung. Ernüchternderweise waren die Punkte aber auch gleich wieder weg. Doch man vermochte die Stirn zu bieten und musste den ersten Satz so knapp abgeben, dass jedem Hallenanwesenden klar sein musste: Zizers hatte Blut geleckt. Was dann geschah, liess das gegnerische Pendant zum Zizerserblut gefrieren. Die Dezibels der Schlachtrufe wanderten von Punkt zu Punkt von Walenstadt in Richtung Zizers. Und Zizers spielte, als hätten sie die Lacigas verschluckt. Matrix-gleich stiegen die zizer’schen Angreifer in die Höhe und bretterten die Bälle in die gegnerische Platzhälfte. Gut möglich, dass demnächst eine Renovation des Hallenbodens ansteht. Clever nutzten sie die Löcher, welche sich bei den immer verwirrter rotierenden Spielern vom Walensee gekoppelt mit deren Pupillen mehr und mehr vergrösserten. Während dem dritten siegreichen Satz in Folge war das «Knacken» fast hörbar, als der Widerstand von Walenstadt brach. Final war es nicht auszumachen, was grösser war: Die Freude über den verdienten Sieg, oder das Erstaunen über die bis anhin schlummernden Talente. Sicher ist: Wir sind abgehoben – und wir werden es wieder tun!

Andreas „Boppi“ Boppart

TH Lärchensaal Zizers, Zuschauer: 7,, Schreiberin: Ursina Vogt
Für Zizers spielten: Andreas "Boppi" Boppart, Thomas Bürgi, Marcel Camenisch, Hugo Hafner, Martin Hofmann, Martin Melliger, Niggi Peng, Ivan Willi